Winterlicher Besuch im Fledermaus-Nistkasten

Winterlicher Besuch im Fledermaus-Nistkasten

Einige Monate war es sehr ruhig in den Nistkästen im Garten. Der Hummelnistkasten wurde eingewintert, der Vogelnistkasten hängt zwar noch, wird voraussichtlich im Frühjahr aber durch einen etwas größeren ersetzt. Ein dritter Nistkasten im Garten wurde bereits im Juli mit Kamera ausgestattet, erfreute sich aber keiner großen Beliebtheit. Er sollte keinen Insekten oder Vögeln als zu Hause dienen, sondern Fledermäusen. In der Dämmerung konnten wir zwar im Garten regelmäßig Fledermäuse auf der Jagd beobachten, bis Herbst hat sich jedoch keine einzige für den Nistkasten interessiert.

Natürlich haben wir auch überlegt die Fledermäuse aktiv anzulocken. Auch dafür gibt es entsprechende Empfehlungen im Internet. Den Nistkasten mit Fledermaus-Kot (den man sich dafür tatsächlich bestellen kann) einzustreichen, war dann aber doch zu … aufwändig. 😉

Vor den kalten Nächten habe ich bereits mit dem Gedanken gespielt auch diesen Nistkasten wieder abzubauen, weil ich Angst hatte, dass die Kamera im Winter Schaden nimmt. Bei einer sporadischen Überprüfung des Speichers im November war ich dann aber doch positiv überrascht, dass erste Aufnahmen zu finden waren. Entgegen der Erwartung war es eine Florfliege, die von da an jedoch regelmäßig anzutreffen war. Na gut, dachte ich, immerhin ein Tier, das den Kasten schätzt. Das war es aber dann wohl für dieses Jahr.

Florfliege im Fledermaus-Nistkasten

Ende November gab es dann aber wieder deutlich mehr Aktivität im Garten. Der erste Schnee stellte sich ein und mehrere Nächte mit Minusgraden gab es auch. In der Nachbarschaft und auch im eigenen Garten wurden die Vogelhäuschen mit Futter aufgefüllt und im Garten waren viele Vögel unterwegs.

Am 29.11. waren einige neue Aufnahmen im Speicher der Kamera zu finden. Gespannt öffnete ich die Videosequenzen und war überrascht, wer dieses Mal dem Nistkasten einen Besuch abstattete. Es war eine Blaumeise, die sich neugierig durch den schmalen Spalt des Kastens zwängte. Mehrmals wandert sie dort auf und ab und schaffte es bis ganz nach oben. Offensichtlich war die Blaumeise ganz angetan von dem Kasten und besucht diese seitdem regelmäßig. Nach vier Tagen ist nun auch endgültig klar, welchen Ort die Blaumeise im Nistkasten am meisten schätzt. Es ist die Kameralinse, auf die sie sich ab Einbruch der Dunkelheit um halb fünf setzt. Ein wunderbar warmer Ort zum Überwintern ist gefunden.

Die Blaumeise macht es sich auf der Kamera bequem

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