Magical Kenya

Magical Kenya

Kann man das wirklich machen? Eine Reise in einen fernen Kontinent bei einer Inzidenz von über 50? Wie lächerlich hört sich diese Überlegung an, wenn man doch weiß, dass es im Winter noch so viel schlimmer kommen wird…

Im Frühjahr nach der Erstimpfung keimte die Hoffnung auf, dass man im Sommer doch wieder einen Urlaub wagen kann. Es sollte keine Reise in ein europäisches Nachbarland werden. Nicht, weil wir die Maßnahmen nicht ernst nehmen, sondern einfach, weil wir überzeugt waren, dass eine Reise wie diese auch in Pandemiezeiten sicher möglich ist.

Für viele Afrika-Reisende wird es sich unglaublich anhören, aber wir hatten unsere Reise inkl. aller Impfungen innerhalb von nur zwei Monaten komplett geplant. Das Reiseziel – Kenia. Ein Land, das für Massentourismus in Nationalparks bekannt ist. Safaris in der Hauptreisezeit zu buchen, war in früheren Zeiten wohl mit einer Vorlaufzeit von mindestens ein bis zwei Jahren im Voraus nötig. Corona hat das massiv verändert.

Der Erstkontakt zu dem Reisebüro, das uns alle Unterkünfte vermittelte, wurde drei Monate vor der Reise auf einem Online-Vortrag geknüpft. In dem Vortrag wurde uns mit atemberaubenden Bildern Lust auf eine Reise gemacht, die wir nicht weiter aufschieben wollten. Die Möglichkeit mit einem Fahrer und Guide das Land zu bereisen, erschien uns nach dem Vortrag als ein vertretbares Risiko – auch während einer Pandemie.

Die größten Menschenansammlung der Reise hatten wir beim Flug nach Nairobi und zurück. Weitere Inlandsflüge vermieden wir aus diesem Grund. Mitte August traten wir die Reise an.

Die Reiseroute gibt es hier zum Nachlesen und -schauen:

Mit Klick auf den Screenshot gelangen Sie auf die Reiseroute, die sich auf der Seite „polarsteps.com“ befindet

Besucht haben wir die Nationalparks Meru, den Lake Nakuru, den Amboseli Nationalpark und natürlich die Masai Mara. Jeder Nationalpark ist absolut empfehlenswert und auf seine eigene Weise fantastisch.

Das Video zeigt die wunderbare Vielfalt des Nationalparks Amboseli in viel zu kurzer Zeit, um zu zeigen, wie schnell so ein Lebensraum zerstört sein kann. Gespeist mit dem Wasser des Kilimandscharo gibt es hier inmitten einer Wüstenlandschaft eine sumpfige grüne Oase, in der über 1000 Elefanten und viele weitere Tierarten zu finden sind. Ob die Vielfalt trotz des Klimwandels und verstärkter Landnutzung Bestand haben wird, wird sich zeigen. Würde die Quelle versiegen, würde dieser Lebensraum in wenigen Jahrzehnten unwiederbringlich verloren sein.

Masai Mara – was im Süden in Tansania Serengeti heißt, ist in Kenia die Masai Mara. Im August ziehen die Gnu- und Zebra-Herden aus Tansania nach Kenia. Ein unbeschreibliches Naturschauspiel ist diese größte Säugetierwanderung der Erde – die Great Migration.

Es war eine unbeschreiblich schöne Reise. Vielen Tieren sind wir deutlich näher gekommen als wir es uns je erträumt hätten. Eine kleine Auswahl der beeindruckendsten Begegnungen gibt es hier:

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